Wenn die Blase nicht vollständig entleert wird
Restharnbildung
Ein häufiges, aber oft unbemerktes urologisches Problem ist die sogenannte Restharnbildung: Dabei bleibt nach dem Wasserlassen eine gewisse Menge Urin in der Blase zurück – teils ohne dass Betroffene es spüren. Bleibt diese Störung unbehandelt, kann sie zu wiederkehrenden Harnwegsinfektionen, Blasenentleerungsstörungen, Schmerzen oder sogar Nierenschäden führen.
In meiner Praxis klären wir mögliche Ursachen sorgfältig ab – mit moderner Diagnostik, viel Erfahrung und einem offenen Ohr für Ihre Beschwerden.
Von Restharn spricht man, wenn die Harnblase nach dem Wasserlassen nicht vollständig entleert wird. Kleine Mengen sind bis zu einem gewissen Grad unproblematisch. Kritisch wird es, wenn regelmäßig mehr als 100 ml Urin in der Blase verbleiben – das kann ein Zeichen für eine funktionelle oder mechanische Störung im Harntrakt sein.
Häufiges Wasserlassen mit dem Gefühl, nicht „fertig“ zu sein
Nachtröpfeln nach dem Toilettengang
Druckgefühl oder Schmerzen im Unterbauch
Wiederkehrende Harnwegsinfekte
Ungewollter Urinverlust (Überlaufinkontinenz)
Prostatavergrößerung
Blasenmuskelschwäche
Harnröhrenverengungen oder Narbenbildung
Neurologische Ursachen (z. B. bei Diabetes, Parkinson oder nach Bandscheibenvorfällen)
Medikamentennebenwirkungen
Restharn kann sowohl Männer als auch Frauen betreffen – in jedem Alter.
Die Messung des Restharns erfolgt schmerzfrei per Ultraschalluntersuchung direkt nach dem Wasserlassen. Weitere Untersuchungen (z.B. Labordiagnostik) werden individuell nach Symptomatik und Krankheitsbild entschieden.
Die Therapie richtet sich nach der Ursache und kann z. B. beinhalten:
Medikamentöse Behandlung
Verhaltenstherapie und gezieltes Blasentraining
Physiotherapie oder Elektrostimulation
Operative Maßnahmen
Langfristige Betreuung bei chronischen neurologischen Blasenfunktionsstörungen